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10 JAHRE GUSTAV WOLF SUZHOU – GROSSE JUBILÄUMSFEIER

So sehen Erfolgsgeschichten aus: Was am 28. November 2007 mit nur zwei Mitarbeitern und einer Handvoll Kunden begann, hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt, das weiterhin auf Wachstumskurs segelt. Den zehnten Geburtstag von Gustav Wolf Suzhou nahmen die Verantwortlichen deshalb zum Anlass, mit zahlreichen Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Danke zu sagen, zurückzublicken, aber auch optimistisch nach vorn zu schauen.

Es begann vor zehn Jahren: 2007 ging das Drahtseilwerk von Gustav Wolf Suzhou im 1994 gegründeten Industriepark an den Start. Im „Venedig des Ostens“, einem beliebten Touristenziel und nur 80 Kilometer von Shanghai entfernt verkehrsgünstig gelegen, gelang dem jungen Unternehmen ein erfolgreicher Einstieg in den Markt: mit nur zwei Mitarbeitern, wenigen Kunden, aber mit viel Engagement und dem unbedingten Willen, Qualität und Service, wie man sie von deutschen Unternehmen kennt, auf den chinesischen Markt zu bringen – den weitaus größten Aufzugmarkt der Welt. Die Zahlen zeigen, dass der Plan aufgegangen ist: Heute bedient Gustav Wolf Suzhou die Aufzugindustrie rund um den Globus und liefert Produkte, die weltweit und bis in die höchsten Gebäude zum Einsatz kommen. Waren es nach einem Jahr bereits über 30 Mitarbeiter und nach fünf Jahren schon 80, arbeiten heute mehr als 100 Beschäftigte im Werk in Suzhou, dessen Fläche sich auf 10.000 Quadratmeter fast verdoppelt hat.

Großes Fest, spannende Show

Diese Erfolgsgeschichte wurde am 27. September 2017 gebührend gewürdigt: Mit Hunderten von Gästen aus der ganzen Welt feierten die Beschäftigten ein Fest, das allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch Geschäftsführer Dr. Ernst Wolf hatte den Weg nach Suzhou gefunden und die Feierlichkeiten eröffnet. „Wenn man ein normales Seil mit 11 Millimetern Durchmesser nimmt, dann könnte Gustav Wolf Suzhou mit den bis jetzt gelieferten Seilen die Erdkugel viermal umwickeln“, betonte Dr. Wolf in seiner Rede. „Was auch immer also geschieht: Gustav Wolf hält die Welt zusammen.“ Wie bei jeder Geburtstagsfeier stand am Anfang der Geburtstagskuchen – diesmal in Form eines Drahtseils. Eine Werksführung und ein technisches Seminar schlossen sich an, um bei den Gästen ein besseres Verständnis für das Unternehmen und die Prozesse zu wecken. Geschäftsführer Thomas Scholz ließ es sich nicht nehmen, noch einige verdiente Mitarbeiter zu ehren, aber der Höhepunkt der Abendveranstaltung waren sicherlich die fantasievollen Darbietungen der Beschäftigten. Ein Tag der offenen Tür auch für die Familien und Angehörigen rundete die gelungenen Feierlichkeiten ab.

  

 




GRUNDSTEINLEGUNG IN POLEN – ENTSCHEIDUNG FÜR DIE ZUKUNFT

Ende Oktober 2017 fand im polnischen Zimna Wódka (Kaltwasser) die Grundsteinlegung für ein neues Produktionswerk der Gustav Wolf Gruppe statt. Im Beisein kommunaler Repräsentanten aus der Wirtschaftszone Opole (Oppeln), wichtiger Kunden und Mitarbeiter der Firma Gustav Wolf betonte Geschäftsführer Dr. Ernst Wolf die Wichtigkeit des neuen Werks für die Gruppe. Der Standort rückt das Gütersloher Unternehmen näher an wichtige Kunden aus der Automobilindustrie und sorgt für eine bessere Abdeckung des europäischen Wirtschaftsraums.

Auf der Veranstaltung unterstrich Dr. Ernst Wolf die wichtige Rolle des neuen Werks: „Viele Leute erkennen nicht, dass die Technologieentwicklung exponentiell verläuft. Sie versuchen, nach hinten zu schauen, und projizieren in die Zukunft: Wenn in den letzten zehn Jahren das passiert ist, wird in den nächsten zehn Jahren vermutlich dies passieren. Das ist ein Riesenfehler, und dadurch verschlafen viele Industrien das, was eigentlich wirklich passiert.“ Die Gustav Wolf Gruppe hat mit der technischen Auslegung der neuen Fertigungsstätte zweifelsohne eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Die Produktion insgesamt steht vor einem Umbruch, sei es für Draht, Automobile oder PCs. Unter dem plakativen Namen „Industrie 4.0“ wird der flächendeckende Einzug von Informations- und Kommunikationstechnik sowie deren Vernetzung zu einem Internet der Dinge, Dienste und Daten propagiert, das eine Echtzeitfähigkeit der Produktion ermöglicht. Es ergeben sich neue Möglichkeiten, Prozesse ad hoc zu gestalten, schneller und flexibler auf Kundenanforderungen zu reagieren und hohe Variantenzahlen bei niedrigen Losgrößen wirtschaftlich zu produzieren. Neue Formen kundenintegrierter Geschäftsprozesse werden möglich. „Customer to Factory“ lautet das Stichwort. „Die Gustav Wolf Gruppe wird in Zukunft gar nicht anders können, als in der Innovation immer eine Nasenlänge voraus zu sein“, fasste Dr. Ernst Wolf die Bedeutung des Themas Industrie 4.0 zusammen.

 

Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Dabei wird jedoch der arbeitende Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen, auch in einer durchgängig virtualisierten Fabrik. „Unsere qualifizierten Mitarbeiter schließen die sensorischen Lücken, die immer bestehen werden. Sie verfügen über langjährige Erfahrung zur Beurteilung und Lösung von Ausnahmesituationen. Und sie bringen als Arbeitskraft ihre Kreativität und Flexibilität in die Prozesse ein“, so Dr. Ernst Wolf. Die Einführung neuer Schlüsseltechnologien im Hause Gustav Wolf soll keine Gefahr für die Arbeitsplätze darstellen. Neue Technologien bieten vielmehr Unterstützungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, die bisher nicht denkbar waren. Mitarbeiter in Büro und Produktion werden zukünftig darin unterstützt, ihre Fähigkeiten sinnvoller einzubringen, und werden in monotonen oder körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlastet.

Mehrwerte für die Kunden

Auch auf Kundenseite wird die Entwicklung der Unternehmensgruppe Wolf aufmerksam verfolgt. Die Wandlung eines traditionellen Familienunternehmens aus Gütersloh hin zu einem globalen Dienstleister für Draht- und Seilprodukte wurde sehr geschätzt. Die aktuelle Wahrnehmung zeigt jedoch, dass eine deutlich kurzfristigere Reaktionszeit und Wandlungsfähigkeit immer mehr in den Fokus rückt. Dies gilt sowohl für die Organisation als auch die Produktion. In der Fertigung hat die fortschreitende Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik dafür gesorgt, dass bereits heute, auch im Bereich der Drahtproduktion, leistungsstarke und günstige Sensoren zur Verfügung stehen. Die nächste Entwicklungsstufe für Gustav Wolf am Standort Polen besteht nun darin, die Fertigungsdaten für sich selbst steuernde Prozesse zu nutzen. „Langfristig wollen wir unseren Kunden eine Qualitätskontrolle in Echtzeit bieten.“

Chancen der Industrie 4.0

Beim Festakt in Polen wurde sehr viel über die neue Vision im Hause Gustav Wolf diskutiert. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, speziell in Polen, wurde in den Gesprächen jedoch immer wieder deutlich, dass das Thema 4.0 das Problem relativieren wird. Die beiden Projektleiter Daniel Wolf und Hugo van den Broecke machten Folgendesdeutlich: Die Produktion nach dem 4.0-Prinzip schafft die Voraussetzungen dafür, dass traditionelle Strukturen abgelöst werden können. Diese werden ersetzt durch flexibel konfigurierbare Leistungsangebote und interaktive, kooperative Entscheidungsmechanismen. „Eine ausgeprägte Lernstruktur steht im Mittelpunkt der neuen Organisation. Wir suchen Talente, denen die Potenziale von Industrie 4.0 ebenso viel Spaß machen wie uns.“

Fakten

  • Realisierung auf einer Fläche von 4 Hektar in mehreren Bauabschnitten
  • Produktionskapazität in Phase 1: 30.000 Tonnen Stahldraht
  • Mitarbeiter: ca. 50

 




Gustav-Wolf-Seile für den neuen Hochhausgiganten Z15 in Peking

Rekord in Peking

Zurzeit wird in Peking das höchste  Gebäude der Riesenmetropole gebaut. »Z15« wird 528 Meter hoch sein und 108 Stockwerke haben. Die Fahrstühle werden mit Seilen von Gustav Wolf bewegt. Bei der eigenwilligen Form des Hochhauses stand das chinesische Weingefäß »Zun« Pate.

 

Das multifunktionale Gebäude, das inmitten der Erweiterung des Geschäftsviertels von Peking entsteht, wird mit seiner Höhe den China World Tower übertreffen. Z15 Tower Baustelle

Es besteht aus sieben Untergeschossen und dem Megaturm, der insgesamt 350.000 m² Büroräume, einen Privatklub sowie eine Aussichtsplattform beherbergt. Die sanft geschwungenen vertikalen Formen des Turms wirken sehr modern und elegant; die Geschossfläche im oberen Bereich wird maximal ausgenutzt und im unteren Bereich sorgt die Form des Turms für statische Stabilität. Ein komplett verstrebter Stahlrahmen und ein Betonkern sorgen für die seitliche Tragfähigkeit des in einem stark erdbebengefährdeten Gebiet gebauten Skyscrapers, der 2018 fertiggestellt sein wird. Die  Aufträge umfassen dabei jeweils 6 × 1.700 m 16-mm-F10-Tragseile, 6 × 1.400 m 16-mm-F7-Gewichtsausgleichsseile und 1 × 1.000 m 9,5-mm-F10-Reglerseile.  Die F10-Tragseile werden in Gütersloh gefertigt.




Draht für die USA

Nach vielversprechenden Kontakten auf der wire 2014 und dem europäischen Kongress der Bürstenproduzentenvereinigung FEIBP 2014 in Brüssel hat der Vertrieb Draht den nordamerikanischen Markt ins Visier genommen. Jetzt soll vor allem der Marktanteil für Kehrmaschinenbürsten in Nordamerika massiv ausgebaut werden.

Auf der wire 2014 hatte das Vertriebsteam um Daniel Wolf (Geschäftsführer STAL), Holger Kruse (Vertrieb Draht) und Ralf Krone (Technischer Leiter Draht) viele Kontakte zu amerikanischen Kunden knüpfen bzw. alte wieder auffrischen können. Diese wurden zwischenzeitlich genutzt. Holger Kruse zieht ein positives Fazit: »Wir sind optimistisch, dass die USA für Gustav Wolf ein Zukunftsmarkt sind.« weiterlesen…